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AKUPRESSUR

Akupressur - Massage mit Fingerspitzen

Wenn der Kopf schmerzt, pressen wir mit den Fingern gegen die Schläfen. Wer gerade eine Diät macht bekommt oft den Tipp mit dem Zeige- und Mittelfinger gleichzeitig auf die Lippenspalte oberhalb des Oberkiefers zu drücken, damit die aufkommenden Hungergefühle nachlassen. Unbemerkt übt man dadurch eine typische Massageform der Traditionellen Chinesischen Medizin aus.

Akupressur hat eine lange Geschichte und wird bereits seit Tausenden von Jahren praktiziert. War diese besondere Art zu Massieren einst eine östliche Therapieform, so hat sich die Akupressur inzwischen sehr gut in den westlichen Ländern etabliert, und findet auch unter den Schulmedizinern immer mehr Anhänger.

Was unterscheidet die Akupressur von einer herkömmlichen Massage, und wem kann sie wertvolle Dienste leisten?
Bei einer klassischen Massage werden die Bewegungen durch sanftes bis hartes Reiben, sowie ein leichtes Kneten durchgeführt. Da diese Massage eher oberflächlich bleibt, gibt es zwar eine recht gute Entspannung und ein gewisses gelöst sein, aber die, laut Traditioneller Chinesischen Medizin, vorhandenen Meridiane und ihre Punkte werden dadurch kaum aktiviert. Die Akupressur dagegen ist eine Druckmassage, die ähnliche Auswirkungen haben kann, wie die Akupunktur, allerdings werden statt Nadeln hierbei meistens die Daumen zum Druckausüben benutzt.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass 20 Meridiane (Leitbahnen) durch den Menschen fließen, die die Lebensenergie QI beinhalten. Verschiedene Zwischenpunkte können demnach blockiert sein und ein gesundes "Fließen" verhindern, was wiederum Auslöser für viele Krankheiten und Symptome sein soll. Jeder bestimmte Punkt der Meridiane ist mit den unterschiedlichen Organen verbunden. Durch eine Akupressur werden die einzelnen Punkte mit einem kräftigen Druck (wird bis zu 2 Minuten gehalten) "massiert". Damit werden Blockaden gelöst, und eine Unterstützung zur besseren Heilung des Körpers gegeben.

Eine Akupressur kann allerdings keine Heilung von inneren Erkrankungen, geschädigten Muskeln oder bei schweren Herz-Kreislauf-Beschwerden geben. Im Gegenteil ist es Patienten mit schweren körperlichen Störungen angeraten eine mögliche Akupressur nicht ohne ärztlichen Rat durchführen zu lassen. Ebenso sollten sich auch Schwangere vor einer Akupressur mit ihrem behandelten Arzt unterhalten, da manche Druckpunkte vorzeitige Wehen auslösen können. Diese Art der alternativen Therapieform kann allerdings bei leichten Beschwerden, wie zum Beispiel Nasenbluten oder leichten Schmerzen durchaus wohltuende Linderung verschaffen.

Da eine Akupressur in die heilende Medizin übergeht darf sie nur von speziell ausgebildeten Ärzten, Therapeuten oder auch Heilpraktiker angewandt werden. Dem Laien bleiben die leichten Varianten im Alltag, um etwa Kopfschmerzen mit sanftem Druck abzuschwächen oder auch zum Verschwinden zu bringen. Es gibt sehr gute Literatur über die Meridiane und Akupressur, und wer sich für den Alltag näher informieren möchte, findet darin viele hilfreiche Tipps. Ein weiteres großes Plus hat diese Alternativmethode auf jeden Fall: Die Seele wird dabei angesprochen. Dieser Effekt kann dabei unterstützend wirken, um sich täglich etwas besser zu fühlen, und damit die körpereigene Abwehr zu stärken.

Quelle: Chirurgie Portal

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