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ATMUNG

Gesünder leben durch richtige Atmung

Die einen Menschen werden andauernd krank, andere bekommen nicht mal einen Schnupfen. Doch warum ist das so? Aus Sichtweise der alternativen Medizin haben viele Krankheiten mit dem eigenen seelischen Befinden zu tun: Ruht jemand nicht in seiner Mitte, reagiert der Körper mit Krankheiten.

Diese Erfahrung haben viele schon gemacht: Geht es uns gut, ist man in der Regel gesund, weil das Immunsystem richtig funktioniert. Durch Lachen kann zum Beispiel das Immunsystem aktiviert werden, indem Phagozyten, also Fresszellen, ausgeschüttet werden. Diese nehmen unbelebte Gewebs- oder andere Teilchen wie Viren und Bazillen auf und verdauen sie einfach, bevor sie im Körper Schaden anrichten können. So haben sie keine Chance, sich zu vermehren und zu einer Krankheit zu führen.

Umgekehrt kann Stress das Immunsystem außer Gefecht setzen: Gerät der Mensch in Stress, reagiert er, als urzeitliches Relikt, reflexartig mit Flucht. Dafür werden alle Energien des Körpers benötigt. Eine weitere Reaktion von Stress ist eine starke Aktivierung der Atmung. Da wir aber als moderne Menschen, nicht mehr wie damals in der Steinzeit wegrennen müssen, atmen wir mehr, als uns gut tut - und hyperventilieren. Das führt in der Lunge zu einem Ungleichgewicht an CO2 und Sauerstoff. Geschieht dies zu oft, kann das zu einer Schädigung des Stoffwechselsystems führen und das Immunsystem ebenfalls schädigen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Körper sich schnell an dieses Ungleichgewicht gewöhnt. Wer sich dann auf eine ruhige Atmung konzentriert, hat schnell das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen. Man bleibt also lieber automatisch bei der eigentlich falschen Atmung, während der Körper davon ausgeht, dass gerade Stress vorliegt, obwohl eigentlich alles ruhig ist. Eventuell träumt man deswegen nachts auch schlecht, was zu weiterem Hyperventilieren führen kann, da man sich ja nicht gleichzeitig bewegt. Ein Teufelskreis ist entstanden, aus dem man nur schwer wieder heraus kommt.

Nach Ansicht der Anhänger der Alternativmedizin sorgt der Körper in der Folge automatisch dafür, dass nicht so viel Luft aufgenommen werden kann: Durch Schnarchen, geschlossene Nasen- und Stirnhöhlen, Husten, verschleimte Bronchien, Asthma, Heuschnupfen, Atemwegskrämpfe oder Hautprobleme. Asthma beispielsweise kann erwiesenermaßen durch eine spezielle Atemmethode in 90 Prozent aller Fälle verbessert werden.

Um herauszufinden, ob man zu viel Luft benötigt, kann man einen einfachen Test durchführen: Morgens direkt nach dem Aufwachen normal ausatmen und dann die Luft so lange anhalten, bis man den ersten Einatme-Impuls erhält. Dabei sollte man Nase und Mund fest geschlossen halten. Diese Zeit einfach stoppen. Wichtig ist aber, dass man nicht das Gefühl von Atemnot bekommt und danach sehr tief Luft holen muss. Die Zeitspanne sollte etwa 40 Sekunden lang sein. Liegt sie bei 20 Sekunden, kann man davon ausgehen, dass zu viel geatmet wird und der Körper unter latentem Dauerstress steht.

Quelle: www.thomasklueh.de

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