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NATUR-TEXTILIEN

Rundum wohlfühlen in Bio-Baumwolle

Nichts ist uns so nah wie die eigene Kleidung auf unserer Haut. In kühlen Herbsttagen ist das ein Grund, nach warmen und geschmeidigen Stoffen Ausschau zu halten, in denen wir uns rundum wohlfühlen. Die Haut, unser größtes Sinnesorgan, signalisiert Wohlbefinden, wenn wir weich, bequem, trocken und luftig angezogen sind.

Ein Stoff, der diesem Wunsch entspricht, ist die Baumwolle. Sie wächst bekanntlich nicht auf Bäumen, sondern an Sträuchern, die aber baumartige Formen annehmen können. Von ihrer tropischen oder subtropischen Heimat bis in unsere Geschäfte durchläuft die Baumwolle viele Stationen. Um sicher zu sein, dass wir unserer Haut etwas Gutes tun, empfiehlt die Verbraucher-Initiative Bio-Baumwolle. Noch nie war es einfacher, zum Beispiel in Kaufhäusern, Kleidung mit Bio-Baumwolle zu finden. Attraktive Mode, deren Rohstoffherstellung die Umwelt weniger belastet, kommt den Verbraucherwünschen heute sehr entgegen – geht es doch auch um unsere Gesundheit. Galt Öko-Kleidung noch vor einigen Jahren als unförmig und farblos, sieht man sie heute sogar auf den Modeschauen großer Designer. Die steigende Nachfrage nach Bio-Baumwolle ist erfreulich, da der herkömmliche Baumwollanbau schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt hat. Baumwolle aus ökologischer Landwirtschaft ist da die weit bessere Alternative.

Das unabhängige Gütesiegel GOTS (Global Organic Textile Standard) muss sich jedoch erst noch etablieren. Nach den GOTS-Richtlinien arbeiten in Deutschland schon etwa 1.000 Betriebe. Sie stellen Kleidung her, die zu mindestens 70 bzw. 95 Prozent aus Bio-Baumwolle besteht. Vom Anbau bis zur Verpackung werden ökologische und soziale Kriterien erfüllt. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass die Baumwolle zumindest aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) kommt. Allerdings ist mit kbA beispielsweise noch nicht gesagt, unter welchen Bedingungen die Baumwolle weiterverarbeitet wurde. Und bei der Textilveredelung kommt sie meist mit zahlreichen Chemikalien in Kontakt.

In Deutschland legt das Qualitätszeichen \"Naturtextil best\" vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) die höchsten Maßstäbe an ökologisch und sozial \"saubere\" Naturfaserkleidung. Die Baumwolle in Kleidern mit diesem Siegel kommt aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft oder von Flächen, die auf den ökologischen Anbau umgestellt werden. Bei der Weiterverarbeitung dürfen keine schädlichen Chemikalien benutzt werden. Insgesamt gelten hohe Umwelt- und Sozialstandards. Allerdings ist dieses Zeichen bislang noch selten zu finden.

Quelle: Die Verbraucher-Initiative e.V.

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Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. wurde 1985 als bundesweite Interessenvertretung kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher gegründet. Schwerpunkt ist der ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherschutz.