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KOPFZERBRECHEN
Diese Denkweise unterstellt, dass es einen bestimmten Grund für mein Leid gibt. Also muss ich diesen Grund finden, um das Leiden zu beenden. Dass dies eher zu einer Einschränkung von Wahlmöglichkeiten führt, als zu deren Erweiterung, liegt auf der Hand. Schließlich existiert in dieser Denkweise nur genau eine Lösung für mein Problem.
In der Strukturaufstellungsarbeit erlebt Frank Fäder dagegen, dass es zur Lösung beiträgt, wenn man scheinbar nebensächliche Zusammenhänge mit berücksichtigt. So trug zum Beispiel in einer Aufstellung die Würdigung des durch einen Onkel erlittenen Leides der Klientin, dazu bei, dass sich eine Phobie löste.
Würde man jetzt kausal denken, müsste man die Phobie als "Onkelwürdigungsmangel%u201D bezeichnen. Dabei war dies lediglich eine von vielen Möglichkeiten dem Problem bei zu kommen. Steve de Shazer, der Begründer der Lösungsfokussierten Therapie, fasste diese Haltung in seinem berühmten Zitat zusammen: "Kopfschmerz ist kein Aspirin-Mangel.%u201D
Hat man ein Problem, bieten sich statt der Warum-Frage daher eher Fragen der folgenden Kategorie an: Angenommen, über Nacht hätte sich mein Problem wie durch ein Wunder aufgelöst, was wäre dann stattdessen da? Woran würde ich das merken? Und woran noch? Fragen dieser Art haben mit dem Problem an sich nichts mehr zu tun, sondern zielen ausschließlich auf dessen Lösung. Statt Kopfschmerzen mit Arznei zu verdrängen, gehen wir lieber der Ursache für das schmerzliche Kopfzerbrechen auf den Grund. Wie das gelingt, dafür gibt es immer mehr als einen Weg.
Quelle: thomasklueh.de, Frank Fäder
KOPFZERBRECHEN
Was uns Kopfzerbrechen bereitet
Frank Fäder vom Thomas Klüh Insitut hat die Erfahrung gemacht, dass in den Vorgesprächen zu seinen Coachings die Klienten sich vor allem Fragen dieser Art stellen: Warum reagiere ich immer wieder auf diese Weise? Warum habe ich nur immer wieder dieses Gefühl? Warum tue ich nicht einfach das, was ich tun möchte? Warum lasse ich das, was mich stört, nicht einfach sein? So verständlich diese Fragen auch sein mögen, sie führen nicht weiter.Diese Denkweise unterstellt, dass es einen bestimmten Grund für mein Leid gibt. Also muss ich diesen Grund finden, um das Leiden zu beenden. Dass dies eher zu einer Einschränkung von Wahlmöglichkeiten führt, als zu deren Erweiterung, liegt auf der Hand. Schließlich existiert in dieser Denkweise nur genau eine Lösung für mein Problem.
In der Strukturaufstellungsarbeit erlebt Frank Fäder dagegen, dass es zur Lösung beiträgt, wenn man scheinbar nebensächliche Zusammenhänge mit berücksichtigt. So trug zum Beispiel in einer Aufstellung die Würdigung des durch einen Onkel erlittenen Leides der Klientin, dazu bei, dass sich eine Phobie löste.
Würde man jetzt kausal denken, müsste man die Phobie als "Onkelwürdigungsmangel%u201D bezeichnen. Dabei war dies lediglich eine von vielen Möglichkeiten dem Problem bei zu kommen. Steve de Shazer, der Begründer der Lösungsfokussierten Therapie, fasste diese Haltung in seinem berühmten Zitat zusammen: "Kopfschmerz ist kein Aspirin-Mangel.%u201D
Hat man ein Problem, bieten sich statt der Warum-Frage daher eher Fragen der folgenden Kategorie an: Angenommen, über Nacht hätte sich mein Problem wie durch ein Wunder aufgelöst, was wäre dann stattdessen da? Woran würde ich das merken? Und woran noch? Fragen dieser Art haben mit dem Problem an sich nichts mehr zu tun, sondern zielen ausschließlich auf dessen Lösung. Statt Kopfschmerzen mit Arznei zu verdrängen, gehen wir lieber der Ursache für das schmerzliche Kopfzerbrechen auf den Grund. Wie das gelingt, dafür gibt es immer mehr als einen Weg.
Quelle: thomasklueh.de, Frank Fäder
Kopfzerbrechen Verhaltensmuster Wiederholungszwang Problemlösung kausale Denkweise Strukturaufstellung Wahlmöglichkeiten
