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APFEL-LAGERUNG

Äpfel über den Winter richtig lagern

Wie schön ist es, wenn man den ganzen Herbst und Winter über Äpfel im Haus hat. Sie sind gesund und für vielerlei Rezepte bestens geeignet. Vor allem die winterlichen Bratäpfel versüßen die kalte Jahreszeit.

Äpfel verändern sich nach der Ernte. Sie reifen nach und altern. Während der Nachreife verbessern sie aber ihr Aroma und schmecken süßer. Stärkereste werden zu Zucker abgebaut und Glucose in die süßere Fructose umgewandelt. Doch mit zunehmender Lagerdauer sinkt der Vitamingehalt und die Frucht verliert an Feuchtigkeit. Sie wird runzelig und mehlig. Das Fruchtfleisch färbt sich braun und der Apfel verdirbt.

Dieser biologische Prozess lässt sich jedoch durch folgende Lagerbedingungen verlangsamen: niedrige Temperatur, optimal sind vier Grad Celsius, hohe Luftfeuchtigkeit und gute Durchlüftung. Geeignet für die Lagerung sind dunkle Keller, eine frostsichere Garage oder ein kühler Dachboden. Die Früchte sollten dabei nebeneinander liegen, ohne Berührung.

Regalbretter und Obstkisten eignen sich gut, um Äpfel lagenweise zu stapeln. Eine Folie über dem Apfelregal hält die Feuchtigkeit. Früchte mit Druckstellen, Fraßspuren von Insekten, braunen oder schimmligen Stellen müssen aussortiert werden.

Apfelsorten, die sich gut lagern lassen
Berlepsch, Boskoop, Braeburn, Cox Orange, Elstar, Gala, Gloster, Golden Delicious, Goldparmäne, Jonagold, Idared.

Apfelsorten, die sich nicht zur Lagerung eignen
Alkmene, Gravensteiner, James Grieve, Klarapfel.

Die Alternative: Oft fehlen im Haushalt die idealen Lagerbedingungen. Deshalb bieten sich verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen (PET) an. Sie verhindern das Austrocknen der Äpfel und reichern gleichzeitig das von den Früchten ausgeatmete Kohlendioxid an. Dadurch entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre, die den Reifungs- und Alterungsprozess verlangsamt.

Und wie können Fruchtfliegen vermieden werden?
Wer Obst zum baldigen Verzehr in eine Schale legt, sollte diese abdecken. Denn Äpfel ziehen Fruchtfliegen an. Diese saugen Saft, übertragen Hefe- und Fäulnisbakterien und legen ihre Eier auf das Obst. Angestochene Früchte sind zwar für den Menschen unschädlich, sie verderben jedoch schneller. Das Problem „Fruchtfliegen“ lässt sich auch mit folgenden Mitteln lösen: Die Äpfel im Kühlschrank lagern oder eine Essigfalle einsetzen, das ist ein Glas gefüllt mit Essig, Wasser und einen Tropfen Spülmittel.

Was darf nicht mit Äpfeln zusammen gelagert werden?
Äpfel verströmen das natürliche \"Reifungsgas\" Ethylen. Es lässt grüne Pflanzenteile vergilben und Obst und Gemüse schnell altern. Deshalb sollten Äpfel immer in einigem Abstand zu ethylenempfindlichen Arten aufbewahrt werde. Das sind Birnen, Broccoli, Blumenkohl, Gurken und Tomaten. Ethylen-unempfindliche Arten wie Blattgemüse, Lauch und Pilze vertragen die Nähe von Äpfeln hingegen gut.

Quelle: www.was-wir-essen.de

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