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GESUNDE ERNäHRUNG

Heißhunger durch Süßstoff

Um hohe Kalorienzahlen zu vermeiden, wird von immer mehr Menschen auf Zucker verzichtet. Kaum bekannt ist allerdings, was der oft ersatzweise verwendete Süßstoff tatsächlich auslöst.

Jeder kennt das gute Gefühl, ein zart schmelzendes Stück Schokolade im Mund zergehen zu lassen und den angenehmen süßen Geschmack zu genießen. Physiologisch leitet sich diese Geschmacksempfindung aus den Informationen bestimmter Rezeptoren ab, die sich auf der Zunge befinden. Diese Informationen werden ans Gehirn weitergeleitet und dort lokalisiert und interpretiert.

In der New Yorker Mount-Sinai Klinik hat man kürzlich entdeckt, dass die fraglos wichtigen Süß-Rezeptoren nicht nur auf der Zunge arbeiten, sondern auch im Dünndarm. Im Darm haben die Reizempfänger jedoch nicht die Aufgabe, Geschmackserlebnisse zu vermitteln. Sie sind hier schlichte Messinstrumente für den Zuckergehalt der Nahrung und für die Messung des freigesetzten Insulins aus der Bauchspeicheldrüse.

Die Aufgabe ist, den Stoffwechsel auf das bevorstehende Eintreffen von Glukose vorzubereiten, die es an die Zellen zu verteilen gilt. Wenn die Rezeptoren jedoch nicht durch Glukose, sondern durch künstliche Süßstoffe stimuliert werden, kommt es zu einem relativen Überangebot von Insulin. Es entsteht eine Unterzuckerung. Darauf reagiert der Körper mit Heißhunger.

Dieser Kreislauf erklärt nach Ansicht der Wissenschaftler, warum der Ersatz von Zucker durch Süßstoff nicht immer den erwünschten Effekt erzielt. Im Gegenteil, er kann Übergewicht sogar noch fördern.

Quelle: www.fet-ev.eu / Anja Baustian

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Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Er analysiert die Ernährungssituation in Deutschland im Hinblick auf Ernährungstherapie und Prävention ernährungsbedingter Erkrankungen. Ziel seiner Arbeit ist es, mit geeigneten Methoden Ernährungstherapien und Prävention fächerübergreifend zu verbessern.