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SPORTLERNAHRUNG

Höher, schneller weiter ? was spezielle Sportlernahrung taugt

Mit Powerriegeln, Kraftpulvern und Energy-Drinks ist jeder ganz einfach in der Lage, seine Fitness zu verbessern - das zumindest suggeriert die Werbung. Vor allem Sportler werden damit angesprochen. Dabei kann leicht der Eindruck entstehen, dass über die normale Ernährung nicht die richtigen oder zu wenig Nährstoffe aufgenommen werden. Doch das ist ein Trugschluss.

Bei den auf dem Markt erhältlichen Sportlergetränken muss man zwischen den so genannten Isodrinks und den Energydrinks unterscheiden. Unter Isodrinks versteht man Durstlöscher, die dieselbe Konzentration an gelösten Stoffen aufweisen wie das Blut. Deshalb werden sie schnell vom Körper aufgenommen. In der Regel bestehen solche Getränke aus Wasser, Mineralstoffen, Zucker oder Zuckeraustauschstoff. Teilweise sind sie ergänzt durch Vitamine, Aroma- und Farbstoffe. Oft haben diese Getränke einen stolzen Preis, deshalb sollten sich Sportler eher an die altbewährte Apfelschorle halten: Sie ist preisgünstig, kann Flüssigkeitsverluste optimal ausgleichen, versorgt den Körper mit neuer Energie und kommt zudem ohne Farbstoffe aus.
Während Isodrinks weder besser noch schlechter als Fruchtschorlen sind, sollte man die so genannten Energydrinks lieber im Supermarktregal stehen lassen. Diese Getränke enthalten oft sehr viel Zucker und sind damit hyperton. Das heißt, dass in diesen Produkten deutlich mehr Stoffe gelöst sind als im Blut. Dadurch verzögert sich die Aufnahme der Flüssigkeit ins Blut. Der Körper muss das hoch konzentrierte Getränk nämlich erst einmal verdünnen, bevor er es aufnehmen kann. Zudem enthalten Energydrinks Koffein. Deshalb sollte man sie - ähnlich wie Kaffee - allenfalls als Genussmittel, aber keinesfalls als Durstlöscher betrachten.

Bei Sportlerriegeln lohnt sich der Blick aufs Etikett: Je nach Zusammensetzung sind sie wahre Kalorienbomben - mit unter Umständen hohem Fettgehalt. In der Regel enthalten diese Riegel zwischen zweihundert und vierhundert Kalorien. Dies entspricht in etwa einer kleinen Mahlzeit. Wer nur mäßig Sport treibt, muss sogar damit rechnen, dass sich Sportlerriegel in Form von Fettpölsterchen ablagern.
Anders verhält es sich, wenn der Kaloriengehalt der Riegel zu über fünfzig Prozent von Kohlenhydraten kommt. Es sollten mindestens viermal so viele Kohlenhydrate wie Fette in einem Produkt enthalten sein. Solch geballte Energie kann für Sportler von Nutzen sein, die wie Bergsteiger oder Langstreckenradfahrer großen Belastungen ausgesetzt sind. Für Freizeitsportler ist es weitaus empfehlenswerter, eine kohlenhydratreiche, fettarme und vitamin- und mineralstoffreiche Banane zu essen.

Quelle: Katrin Niemann, www.was-wir-essen.de

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