ZURÜCK
GEBURTSSCHMERZ

Bewusste Vorbereitung lindert den Geburtsschmerz

Beim Geburtsvorgang haben es unsere tierischen "Verwandten" in Busch und Savanne besser als wir. Ihr Körperbau und ihre hauptsächliche Körperhaltung begünstigen leichte Geburten. Bei uns Menschen sind Geburten dagegen in der Regel mit Schmerzen verbunden. Biologen sagen, das läge an unserem aufrechten Gang und daran, dass sich der weibliche Körper noch nicht genügend daran anpassen konnte.

Kein Wunder also, wenn die Gedanken einer Schwangeren umso mehr darum kreisen, was sie erwartet, je näher der Geburtstermin rückt. Doch es gibt Möglichkeiten, die Schmerzen mit aktiver Vorbereitung zu lindern.

Die moderne Geburtsbegleitung beginnt deshalb bereits einige Wochen vor dem Termin. In Vorbereitungskursen - mit und ohne Partner - erfahren die Teilnehmer, was den Wehen-Schmerz verursacht und was dabei im Körper geschieht. Außerdem lernen sie, die verschiedenen Geburtspositionen, Atem- und Massagetechniken sowie alternative und klassische Methoden der Schmerzlinderung kennen.

Wichtig ist es, die Übungen frühzeitig in einer entspannten Atmosphäre zu erlernen und nicht erst im Kreissaal damit zu beginnen. Es zeigt sich dabei immer wieder: Wissen um die Entstehung von Geburtsschmerzen hilft viel bei der Schmerzbewältigung. Unter anderem lässt sich die Produktion von Oxytocin und Endorphin aktiv beeinflussen. Diese beiden Hormone stärken nicht nur die Bindung zwischen Mutter und Kind. Sie bereiten auch den Stoffwechsel des Neugeborenen auf das bevorstehende Ereignis vor.

Im Kreißsaal wird den Gebärenden ein breites Spektrum an schmerzlindernden und schmerzstillenden Möglichkeiten angeboten. Es gibt Frauen, die sind so voller Energie, dass sie ihre Wehen-Schmerzen regelrecht wegtanzen. Auch bei guter Vorbereitung ist der Verlauf der Geburt nicht in jeder Hinsicht vorherzusehen. Frauen sollten es deshalb nicht als persönliche Niederlage ansehen, wenn sie während der Geburt doch medikamentöse Unterstützung brauchen. Für diesen Fall ist es empfehlenswert, mit dem schwächsten Mittel zu beginnen. So lässt sich die Dosis im Laufe der Entbindung und mit fortschreitendem Wehen-Schmerzen gegebenenfalls noch steigern.

Quelle: Elisabeth Krankenhaus Essen

Geburtsschmerz  Schwangerschaft  Geburtsvorbereitung  Geburtsbegleitung  Massagetechniken  Geburtspositionen  Atemtechnik  Wehenschmerz  Körperbau 

MEHR ÜBER GEBURTSSCHMERZ
1844 nahm unter der Leitung der Barmherzigen Schwestern der heiligen Elisabeth Essens erstes Krankenhaus den Betrieb auf. Aus der kleinen Krankenpflegeanstalt ist mittlerweile ein großes, modernes Krankenhaus mit vielen Kompetenzbereichen entstanden. Heute zählt das Elisabeth-Krankenhaus mit 613 Betten zu den großen Häusern der Region. Prävention, Diagnostik und Therapie, Forschung und Fortbildung befinden sich unter einem Dach.