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DIABETES BEI KINDERN

Müdigkeit und Durst - Anzeichen einer Zuckerkrankheit bei Kindern

Ihr Kind ist seit häufig müde? Hat keine Lust, etwas mit der Familie oder Freunden zu unternehmen? Wenn das Kind gleichzeitig über Durst klagt, könnte das auf einen erhöhten Blutzuckerwert hindeuten. Eine einfache Untersuchung beim Kinderarzt schafft Klarheit, ob es sich tatsächlich um eine Zuckerkrankheit handelt.

Diabetes mellitus, allgemein Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Störung des Stoffwechselsystems. "Die Krankheit kann sich zwar auch im Erwachsenenalter entwickeln, gehäuft tritt sie aber zwischen fünf und sechs Jahren und zu Beginn der Pubertät auf. Rund 15.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland neu", erklärt Dr. Nicole Treptau, Diabetologin und Oberärztin in der Klinik für Neonatologie, Kinder- und Jugendmedizin des Elisabeth-Krankenhauses Essen.

Verursacht wird der Diabetes durch einen absoluten Insulinmangel. Das Hormon Insulin ist dafür zuständig, dass der Energiespender Zucker in die Körperzellen gelangen kann. Bei Diabetes jedoch bildet das körpereigene Immunsystem Antikörper gegen die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse und zerstört sie. Die Folge: Im Blut zirkuliert zu viel Zucker. Die Ursachen für diese Fehlsteuerung sind derzeit noch weitgehend unbekannt.

"Typisch für die Erkrankung ist ein ungeheures Durstgefühl - es werden mehrere Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken", erläutert Treptau. Die Betroffenen haben aber nicht nur Durst, sondern auch ein Kaloriendefizit. Das liegt daran, dass der Zucker, den sie aufnehmen, gar nicht in die Körperzellen gelangt. Zur Energiegewinnung baut der Körper daher die Fettreserven ab. Da Zucker besonders für die Hirnleistung notwendig ist, kommt es zu Schwächegefühlen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen.

In der Regel erfolgt sofort nach der Diagnose einer Diabetes-Erkrankung die Einweisung in eine erfahrene Kinderklinik. "Diabetes ist derzeit noch nicht heilbar, lässt sich aber gut mit Insulin behandeln. Dies erfolgt in der Regel mit drei oder vier Injektionen pro Tag oder durch den Einsatz einer Insulinpumpe", erläutert Treptau. "Gerade für junge Diabetiker ist es wichtig, den Blutzucker optimal einzustellen. Nicht nur, um akute Entgleisungen des Stoffwechsels wie eine Unterzuckerung zu verhindern, sondern auch um diabetische Folgeerkrankungen zu vermeiden oder hinauszuzögern. Die Diabetes-Erkrankung führt zu vielfältigen Veränderungen im Alltag. In speziellen Schulungen lernen Kinder und Eltern deshalb, wie man den Blutzucker bestimmt, wie man Insulin spritzt, wie sich Ernährung und Bewegung auf den Blutzucker auswirken und wie man bei Stoffwechselentgleisungen richtig reagiert."

Quelle: EKE

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1844 nahm unter der Leitung der Barmherzigen Schwestern der heiligen Elisabeth Essens erstes Krankenhaus den Betrieb auf. Aus der kleinen Krankenpflegeanstalt ist mittlerweile ein großes, modernes Krankenhaus mit vielen Kompetenzbereichen entstanden. Heute zählt das Elisabeth-Krankenhaus mit 613 Betten zu den großen Häusern der Region. Prävention, Diagnostik und Therapie, Forschung und Fortbildung befinden sich unter einem Dach.