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ERBLINDUNG

Reparatur für verletzte Sehnerven in Sicht?

Das Augenlicht zu verlieren, ist ein hartes Los. Ein verletzter oder ganz durchtrennter Sehnerv war bisher eine schicksalhafte Wende für das ganze weitere Leben. Jetzt könnte es sein, dass bald ein neues Medikament für die Reparatur des Sehnervs zur Verfügung steht.

Abgetrennte Gliedmaßen können mit chirurgischer Hilfe wieder anwachsen. Auch schwere Hautverletzungen sind leidlich reparabel. Und die normale Funktion der Nerven kann bei Operationen oft ebenfalls weitgehend wieder hergestellt werden. Die Augen und die Signalleitung am Sehnerv sind aber wesentlich komplexer. Dazu kommt, dass bestimmte körpereigene Stoffe die Regeneration verletzter Sehnerven verhindern. Offenbar werden entscheidende Signale, die für das Wiederzusammenwachsen nötig wären, hier nicht weitergeleitet.

Forscher in einem Kinderkrankenhaus in Boston sind nun durch einen Versuch an Mäusen zu neuen Erkenntnissen gelangt. Sie fanden zwei Gene im Erbgut der Mäuse, die nachweislich für die blockierte Signalleitung bei der Reparatur des Sehnervs verantwortlich sind. Und es gelang ihnen, sie auszuschalten. Bei einer Gruppe von Versuchsmäusen führte dies bei etwa der Hälfte der Fälle zur teilweisen Wiederherstellung der Sehkraft. Bei zehn Prozent dieser Tiere wuchsen die Sehnerven sogar wieder zusammen.

Die Wissenschaftler ermutigt dieses erste Testergebnis, die beschriebene Unterdrückung von Genen weiterzuentwickeln. Ein Medikament, das erblindeten Unfallopfern ihre Sehkraft wiedergeben könnte, wäre wahrhaftig eine ziemliche Sensation.

Quelle: Portal der Augenmedizin

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