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VORSORGE-UNTERSUCHUNG

U1 bis U9: Früherkennung ist alles

Sobald das Baby auf der Welt ist, bekommen es alle Eltern: Das kleine, gelbe Heft für die Vorsorgeuntersuchungen. Doch während es in den ersten Lebensjahren noch 95 Prozent aller Eltern nutzen, sinkt die Quote von Jahr zu Jahr: Wenn das Kind zwischen vier und sechs Jahr alt ist, gehen nur noch 60 bis 80 Prozent der Eltern zu den Terminen der Vorsorgeuntersuchung.

Dabei nehmen wesentlich mehr Eltern mit Deutsch als Erstsprache die Termine wahr (80 Prozent) als Eltern von Kindern, die nicht in Deutschland geboren sind (60 Prozent). Eingeteilt werden die so genannten Untersuchungen in "U1" bis "U9". Durchgeführt werden sie zu vorgeschriebenen Zeitpunkten der kindlichen Entwicklung von Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin. Sie sind insofern sehr wichtig, weil dadurch Störungen der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung erkannt und rechtzeitig behandelt werden können. "Je früher eine Fehlentwicklung erkannt wird, desto eher ist eine gezielte Therapie möglich", so Dr. Claudio Finetti, Oberarzt im Sozialpädiatrischen Zentrum am Elisabeth-Krankenhaus in Essen. "Ein Kind, das beispielsweise nur ein eingeschränktes Hörvermögen hat, wird allein deshalb auch Schwierigkeiten bei der Sprachentwicklung haben - und so ein Hörfehler würde bei der Früherkennungsuntersuchung eben gleich auffallen." Mit Hilfe eines Hörgerätes und einer logopädische Therapie könnte der Entwicklungsrückstand aber schnell wieder aufgeholt werden.

Die U1, die erste der Untersuchungen, findet unmittelbar nach der Geburt statt. Bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres folgen U2 bis U6 - in der letzteren geht es vor allem um die zeitgerechte, körperliche Entwicklung. Zwischen dem 20. und 24. Monat folgt die U7, in der die Sprach- und Hörentwicklung, die motorischen Fähigkeiten und die Entwicklung des Sozialverhaltens untersucht werden. Neu seit diesem Jahr ist zusätzlich die U7a, die auch als "Kindergartencheck" bezeichnet wird.

Ist das Kind 46 bis 48 Monate alt, wird in der U8 das Wachstum und die geistige Entwicklung untersucht: Dabei schaut man sich genau die Organe, die Bewegungsabläufe und die generelle Entwicklung des Kindes an. Somit können rechtzeitig vor der Einschulung eventuelle Organerkrankungen, Bewegungsstörungen, Seh- und Hörfehler, Sprachstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten erkannt und gezielt behandelt werden. Auf Wunsch werden außerdem Schilddrüsen und Nieren durchgecheckt. Die U9 wird dann schließlich zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr durchgeführt. Hintergrund ist auch hier, rechtzeitig vor Schuleintritt eventuelle Erkrankungen festzustellen. Außerdem werden für Kinder zwischen 13 und 14 sowie 16 und 18 Jahren die sogenannten Untersuchungen J1 und J2 angeboten.

Quelle: EKE

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1844 nahm unter der Leitung der Barmherzigen Schwestern der heiligen Elisabeth Essens erstes Krankenhaus den Betrieb auf. Aus der kleinen Krankenpflegeanstalt ist mittlerweile ein großes, modernes Krankenhaus mit vielen Kompetenzbereichen entstanden. Heute zählt das Elisabeth-Krankenhaus mit 613 Betten zu den großen Häusern der Region. Prävention, Diagnostik und Therapie, Forschung und Fortbildung befinden sich unter einem Dach.