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Babybrei für die Nacht im Test

Der Name verheißt Ruhe: ein Gute-Nacht-Brei fürs Baby soll als Einschlafhilfe dienen. Das klingt gut für gestresste Eltern. Abends ein Gläschen Brei an den Nachwuchs verfüttert - und schon schlafen die lieben Kleinen. Tatsächlich gibt es aber keinerlei Belege für solche Behauptungen der Hersteller. Eine Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test im Oktober zeigte außerdem, dass diese Breie auch Schadstoffe enthalten. Getestet wurden insgesamt 17 Gläschen aus Drogerien, Supermärkten und von Discountern.

Da wäre zum einen der Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester. Er wurde in mehreren Produkten nachgewiesen. Er entsteht, wenn pflanzliche Öle und Fette raffiniert werden. 3-MCPD steht im Verdacht, Veränderungen an den Nieren hervorzurufen und in hohen Dosen gutartige Tumore zu verursachen.

Dazu kommt die Zugabe von Zucker. Allen Testprodukten wurden verschiedene Zuckerarten zugesetzt, darunter Traubenzucker, Fruchtzucker oder Glukosesirup. In der Wirkung auf die Zähnchen, die sich gerade herausbilden, unterschieden sie sich nicht von normalem Haushaltszucker. Auch den Bio-Breien von Nestlé Alete, Rossmann, Dm und Penny wurde Zucker zugesetzt. Ein glattes "ungenügend" bekamen konventionelle Gute-Nacht-Breie von Nestlé Alete, Bebivita, Humana und Milupa.

Quelle: Öko-Test

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12.10.2008