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Behandlung des weißen Hautkrebses wird erforscht

Experten befürchten, dass Erkrankungen am weißen Hautkrebs in Zukunft weiter zunehmen werden. Verantwortlich für den weißen Hautkrebs machen Mediziner eine fehlerhafte Regulierung des sogenannten programmierten Zelltodes (Apoptose). Welche Mechanismen Hauttumorzellen zum Wachstum anregen, untersucht eine Arbeitsgruppe um den Magdeburger Mediziner Martin Leverkus. Das Ziel ist, neue Ansätze zur Behandlung von Hautkrebs zu entdecken und insgesamt Verfahren zu entwickeln, die die Widerstandskraft von Krebszellen gegenüber dem programmierten Zelltod durchbrechen können.

Weißer Hautkrebs oder Plattenepithelkarzinom: Dies sind die Fachausdrücke für die häufigste Krebserkrankung des Menschen. Betroffen werden insbesondere Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter, die stark der UV-Strahlung ausgesetzt waren. "Die ersten Tumorzellen entstehen zum Teil Jahrzehnte zuvor und werden erst durch weitere UV-Bestrahlung zu invasiven und damit gefährlichen Karzinomen", erklärt Leverkus.

Beim weißen Hautkrebs spielt offenbar ein in der Zelle vorhandenes Eiweiß eine wichtige Rolle. So kann durch dieses Eiweiß-Molekül die eigentlich normale, lebenswichtige Auslösung des programmierten Zelltodes blockiert werden. Die Forschungsgruppe versucht nun, durch Experimente mit diesem Molekül herauszufinden, welche Rolle es bei der Entstehung der Krebszellen spielt. Es spricht einiges dafür, dass die Krebszellen unschädlich gemacht werden könnten, wenn man die genaue Funktionsweise dieses „Schaltmechanismus“ verstanden hat.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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01.10.2008