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Rheuma: Besserung durch Medikamente am Abend

Ein Viertel verkürzte Morgensteifigkeit ist das Resultat Forscher der Charité in Berlin haben eine neuartige Behandlungsmethode für Rheumapatienten erfolgreich getestet. Dabei wurde den Probanden im Gegensatz zur herkömmlichen Therapie nicht erst am Morgen ein Cortison-Mittel gegeben, sondern bereits am Vorabend.

Dabei stellte sich heraus, dass die Morgensteifigkeit der Gelenke bei den so behandelten Patienten um etwa ein Viertel verkürzt war. Als Grund für diese Beobachtungen nannten die Forscher, dass die Medikamente bereits wirken, wenn sich in der Nacht die Entzündungsvorgänge im Körper in Gang setzen.

Insgesamt wurden 288 Patienten im Durchschnittsalter von 55 Jahren, die alle unter rheumatoider Arthritis leiden. Normalerweise nehmen die Patienten zwischen sechs und acht Uhr morgens ihr Cortison-Medikament ein, um Gelenkschmerzen zu lindern und Gelenksteifigkeit abklingen zu lassen.

Die Wissenschaftler fanden nun heraus, dass eine frühere Einnahme zu einer besseren Wirkung führt. Das liegt darin begründet, dass nachts ein Anstieg der Entzündungsbotenstoffe zu beobachten ist und diese frühmorgens schon längst zu Gelenkschwellungen und Gelenkentzündungen geführt haben.

Zu beobachten war, dass bei den so behandelten Patienten der Entzündungsbotenstoff Interleukin-6 in niedrigerer Konzentration zu messen war und die Dauer der Morgensteifigkeit um etwa 22 Prozent zurückging.

Wann das Medikament jedoch flächendeckend eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Denn noch läuft das europäische Zulassungsverfahren, dessen zeitlicher Rahmen nicht abschätzbar sei.
Erik Staschöfsky | Quelle: pressetext.austria

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09.09.2008