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Bewegung hält auch Seniorengehirne fit

Im August 2008 präsentierten die Sportwissenschaftlerin Claudia Voelcker-Rehage, der Neurowissenschaftler Ben Godde und die Psychologin Ursula M. Staudinger der Öffentlichkeit erste Ergebnisse der interdisziplinären Langzeitstudie "Bewegtes Alter" der Jacobs University Bremen.

Mit ihren Untersuchungen an gut 100 Testpersonen im Alter zwischen 65 und 75 Jahren konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass sowohl regelmäßiger Ausdauersport, als auch Gymnastik die Leistungsfähigkeit des Gehirns älterer Menschen deutlich steigert.

Ziel der Studie war es, die Wirkung von Bewegung und Entspannung auf den Körper, den Geist und das Befinden zu untersuchen.

Dafür wurden Trainingsgruppen mit verschiedenen Programmen eingerichtet:
- Nordic Walking
- Allgemeines Koordinations- und Gleichgewichtstraining
- Stretching- und Entspannungsprogramm

Die Testpersonen nahmen ein Jahr lang jeweils dreimal pro Woche daran teil.

Die beiden Gruppen mit Bewegungsprogrammen zeigten nach Abschluss der Studie bessere Leistungen, als vorher. Sie nutzten ihr Gehirn effizienter und mit weniger Anstrengung für die schnelle und genaue Lösung von Aufmerksamkeitsaufgaben. Dies konnte anhand von veränderten Gehirnaktivierungsmustern gezeigt werden.

Der positive Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit war je nach Sportart unterschiedlich: Während die Nordic Walker die Testaufgaben schneller lösen konnten, erzielten die Teilnehmer des Koordinationstrainings qualitativ bessere bzw. genauere Testergebnisse. Einzig diejenigen, die ausschließlich an dem Entspannungs- und Stretching-Programm teilgenommen hatten, zeigten keine nachweisbare Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit.

"Wir können an dieser Stelle noch nicht sagen, welche Trainingsform wir zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter als die effektivere empfehlen, da offensichtlich beide gut für unseren Geist sind. Entscheidendes Element ist jedoch die aktive Bewegung, da sie offensichtlich zu einer schnelleren und/oder effektiveren Verarbeitung bestimmter Reize führt", fasst Claudia Voelcker-Rehage die Ergebnisse zusammen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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25.09.2008