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Das Stillen erlebt eine Renaissance

Mitte des 20. Jahrhunderts war Stillen aus der Mode gekommen. Mittlerweile hat sich das gründlich geändert. Das Stillen erlebt seit den 1980er Jahren eine regelrechte Renaissance. Neben den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Kind genießen viele Mütter die besondere Nähe und Verbundenheit, die sie beim Stillen empfinden. Die WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" hat sich zum Ziel gesetzt, das Stillen noch mehr zu fördern.

Aktuell beginnen in Deutschland knapp 90 Prozent der Mütter mit dem Stillen. Häufig gibt es jedoch Anfangsschwierigkeiten. Dann ist es besonders wichtig, dass Mutter und Kind schon in der Geburtsklinik unterstützt werden. In der sogenannten "Innocenti Declaration" wurden deshalb 1990 "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen" in Entbindungskliniken festgelegt. Seit 1992 gibt es die WHO/UNICEF-Initiative auch in Deutschland. Sie umfasst inzwischen 33 Frauenkliniken und die weltweit erste zertifizierte Kinderklinik.

Die Auswirkungen der Initiative auf die Stillraten in Deutschland sind sehr positiv. Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören z. B. ununterbrochener Hautkontakt zwischen Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt und das sogenannte 24-Stunden-Rooming-in (Mutter und Kind bleiben Tag und Nacht zusammen). So wird die Verbindung zwischen Mutter und Kind gefestigt und das Stillen erheblich erleichtert.

Quelle: Essex Pharma

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13.10.2008