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Depotspritze gegen Diabetes in Sicht

Eine Einmonatsspritze gegen Diabetes Typ 2 scheint möglich zu werden. Erste Ergebnisse bestätigen die Erfolgsaussichten der neuen Therapie, die im April 2007 vorgestellt worden war. Eine Forschungsgruppe der Universität Zürich wies nach, dass ein Stoff namens Interleukin-1beta für das Versagen der Insulinproduktion bei Diabetes Typ 2 eine Rolle spielt.

Es stellte sich heraus, dass bei den Patienten auch die Blutzuckerregulierung wieder normalisiert werden konnte, wenn man das Interleukin mit einem neuen, medikamentösen Blocker in Schach hielt. Eine einzige Spritze reichte aus, damit sich der Blutzucker während eines Monats wesentlich verbesserte. Die Halbwertzeit des Medikaments erlaubt es nun, den Patienten nur noch einmal pro Monat eine Spritze zu verabreichen.

Beobachtet wurde zudem, dass sich die Insulinproduktion der Patientinnen und Patienten wieder erholte. Noch nach drei Monaten war eine über 50prozentige Verbesserung nachweisbar. Somit bestätigt sich auch die Aussage der ersten Studie aus dem Jahr 2007, dass mit dieser Therapie zum ersten Mal das Fortschreiten der Krankheit gebremst beziehungsweise rückgängig gemacht werden kann. Dies steht im Gegensatz zu allen bisherigen Therapien, die den Verlauf der Krankheit nicht beeinflussen können.

Da die Einmonatsspritze gegen Diabetes keine wesentlichen Nebenwirkungen zeigte, steht weiteren Studien zur Einführung der Therapie nichts im Wege. Diabetiker können daher in der Zukunft mit einer komfortableren Alternative zu täglichen Insulininjektionen rechnen.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Blutzucker Diabetes Typ 2 Depotspritze Insulinproduktion 

02.10.2008