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Der Kampf um faire Milchpreise dauert an

Mit ihrem Milchstreik hatten deutsche Landwirte im Sommer ein klares Signal an Handel und Verbraucher gegeben: Nur mit kostendeckenden Preisen kann die heimische Milcherzeugung dauerhaft gesichert werden. Im Streit um die neuerliche Absenkung der Preise für Milch und Molkereierzeugnisse bezieht der Bund Naturschutz (BN) jetzt deutlich Position. "Durch einen rücksichtslosen Preiskampf um die Ausdehnung von Marktanteilen setzen Discounter die Molkereien und Milcherzeuger erneut unter Druck", kritisiert BN-Vorstand Hubert Weiger. Die Preissenkungen seien nur scheinbare Vorteile für die Verbraucher. Sie gefährdeten die Qualitätsproduktion mit heimischem Grünlandfutter. Ohne kostendeckende Milchpreise werde die Produktionsschlacht mit Turbokühen und mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen aus Brasilien weitergehen, so Weiger.

Der BN befürchtet, dass das Grünland in Bayern und Deutschland zunehmend umgeackert werden wird. Damit drohe die flächendeckende, industrialisierte Agrarproduktion mit all ihren negativen Auswirkungen für Trinkwasser, Bodenschutz und Artenerhalt. Damit dies verhindert werde, müsse über eine Mengensteuerung und klare Preisgarantien die Existenz der Milchbauern gesichert werden.

Der Weltmarkt für Milch, der etwa 10% der weltweit erzeugten Milcherzeugnisse erfasst, ist künstlich geschaffen worden. EU-Subventionen für Produktion von Trockenmilchpulver oder Kondensmilch haben dazu beigetragen. Durch die Billigkonkurrenz der "Milchkonserven" der EU werden Märkte in den Exportländern der EU, wie z.B. Indien ruiniert und den Menschen dort Nahrungs- und Erwerbsgrundlagen entzogen.

Quelle: Bund Naturschutz in Bayern

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18.11.2008