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Der „Kohlosaurus“ geht um!

Mit einem als Dinosaurier gestalteten Kohlekraftwerk protestiert das Aktionsbündnis "Zukunft statt Kohle" in diesen Tagen gegen den geplanten Neubau von rund 30 Kohlekraftwerken in Deutschland. Aus dem "Kohlosaurus" stiegen beim Aktionsstart Tausende CO2-Ballons auf. Sie sollen die Gefahr der Kohleverbrennung für das Klima symbolisieren. Die Aktion war zugleich Auftakt für eine bundesweite Anti-Kohle-Tour durch insgesamt zehn Städte, in denen demnächst über neue Kohlekraftwerke entschieden wird. Die Tour wird von der Klima-Allianz, dem Klimaschutzbündnis aus über 100 Organisationen, dem Online-Netzwerk Campact und dem Portal Wir-Klimaretter.de getragen.

Den weiteren Zubau konventioneller Kohlekraftwerken könnten wir uns nicht mehr leisten - sie seien klimaschädlich, ineffizient und passten nicht mehr in die Zeit, so Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Mitglied der Klima-Allianz ist. Deutschland trage, so Oxfam-Geschäftsführer Paul Bendix, weltweit Verantwortung für das Klima: Verfehlte Energiepolitik verschärfe den Klimawandel, der in den armen Ländern die Ernten verdorren oder ganze Landstriche in den Fluten versinken lasse. Auch deutsche Kohlekraftwerke seien daran beteiligt, dass mühsam erreichte Fortschritte der Armutsbekämpfung in den Entwicklungsländern wieder zunichte gemacht würden.

Im Rahmen der Aktionstour werden die Organisationen mit dem Kohlosaurus durch ganz Deutschland reisen. Insgesamt 20.000 Luftballons werden dabei starten. Sie stehen für 20.000 Menschen, die bisher einen Online-Appell gegen neue Kohlekraftwerke unterzeichnet haben. Auf den Marktplätzen der besuchten Städte sollen zudem jeweils öffentliche Debatten zwischen Politikern, Experten und lokalen Bürgerinitiativen angestoßen werden.

Quelle: campact.de

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14.10.2008