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Europaparlament besteht auf Grenzwert für Auspuffgase

Auspuffgase von Autos schaden dem Klima, das weiß heute jeder. Grenzwerte für den CO2-Ausstoss sind deshalb ein Thema für den Umweltausschuss des EU-Parlaments. Gegen den Widerstand der Autohersteller bestand der Ausschuss jetzt auf dem Emissionsgrenzwert für Pkw von 130 g CO2/km ab 2012. In namentlicher Abstimmung stimmte eine klare Mehrheit der Abgeordneten für den entsprechenden Vorschlag der Kommission. Der Industrieausschuss hatte sich zuvor an den Forderungen der Autobranche orientiert. Für eine faktische Verschiebung des Inkrafttretens um drei Jahre auf 2015 hatten sich auch Nicolas Sarkozy, Angela Merkel und Umweltminister Sigmar Gabriel eingesetzt.

Wie von Industrieseite gewünscht, wird es allerdings für so genannte Eco-Innovations Ermäßigungen bei der Ermittlung der CO2-Emissionen geben. Das hält die Deutsche Umwelthilfe (DUH) für nicht akzeptabel. Maßnahmen, deren Effekt mehr als fragwürdig ist und die nicht in den Mess-Zyklus eingebunden sind, würden damit auf den Spritverbrauch angerechnet werden. Der Verbraucher wird damit systematisch getäuscht", meint Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. "Die deutschen Autobauer sollten die Botschaft der EU-Umweltparlamentarier richtig interpretieren und endlich mit der Entwicklung von spritfressenden Fahrzeugen aufhören. Eine verbindliche Regelung ab 2012 war seit Jahren vereinbart. Das trifft die Herstellerseite also keineswegs überraschend!"

Quelle: Deutsche Umwelthilfe

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13.10.2008