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Fehlhaltung vermeiden

Schmerzen und Erkrankungen durch frühzeitige Maßnahmen verhindern, das trifft auch auf den Rücken und die Wirbelsäule zu. Insbesondere Bewegung schützt den empfindlichen Bewegungsapparat.

"Für Betroffene, deren Wirbelsäule bereits eine Verkrümmung aufweist, empfiehlt sich gezielte Physiotherapie oder Rückenschule, um die betroffenen Bereiche zu stabilisieren", sagt Dr. Schneiderhan. In vielen Fällen lassen sich Haltungsschäden dadurch ausgleichen. Zudem entlastet die gekräftigte Muskulatur Wirbel und Bandscheiben und beugt weiterer Abnutzung wirksam vor. Minimalinvasive Methoden lindern bleibende Schmerzen. Doch nicht in allen Fällen zeigen konservative Methoden die gewünschte Wirkung. Empfinden Betroffene weiterhin starke Schmerzen, bieten sich beispielsweise Injektionsbehandlungen an. "Dabei injizieren wir Schmerzmittel und entzündungshemmende Substanzen unter örtlicher Betäubung direkt in den betroffenen Bereich", erklärt Dr. Schneiderhan. Dort entfalten die Stoffe schnell ihre Wirkung. Falls auch diese Behandlung zu keiner dauerhaften Besserung führt, lassen sich Beschwerden in vielen Fällen minimalinvasiv behandeln. So führt der Wirbelsäulenspezialist zum Beispiel bei der Hitzesondentherapie eine feine Sonde an das schmerzende Segment. Dort erhitzt er die Sonde auf etwa 80 Grad Celsius, verödet die Schmerzfaser und unterbricht so die Schmerzweiterleitung zum Gehirn.

Liegt eine Verschleiß der Bandscheiben vor, setzen Ärzte in vielen Fällen den Mikrolaser ein. Auch hier veröden sie die betroffenen Schmerzfasern und verschließen zusätzlich kleine Risse im Bandscheibengewebe. Beide Verfahren werden in leichter Schlafnarkose durchgeführt, so dass lange Rehabilitationszeiten vermieden werden.

Quelle: Dr. med. Reinhard Schneiderhan, orthopaede.com

Rücken  Schmerzen  Wirbelsäule  Wachstum  Bewegung 

10.12.2008