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Bekannt war, dass Grapefruits auf Blutdruckmedikamente störend wirken. Bailey hatte Untersuchungen dazu bereits vor 20 Jahren gemacht. Nun hat der Forscher allerdings einen neuen Mechanismus entdeckt, der noch weitere Details zu Tage brachte: der Saft der Grapefruits reduzierte auch die Wirksamkeit des Allergiemedikaments Fexofenadin.
Nur die Hälfte seines Wirkstoffs gelangte nach einer Einnahme mit einem Glas Fruchtsaft ins Blut. Die Forscher glauben, dass ein Stoff namens Naringin, der den Früchten den bitteren Geschmack verleiht, den Transportmechanismus vom Dünndarm ins Blut blockiert. Auch bei folgenden Mitteln führte der Fruchtsaft zu Problemen: Das Krebsmittel Etoposid, verschiedene Betablocker zur Blutdrucksenkung, das Mittel Cyclosporin, das die körpereigene Abwehr zum Beispiel nach Organübertragungen zeitweise unterdrücken soll sowie einige Antibiotika.
"Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs", meint Bailey, der davon ausgeht, dass es noch mehr Arzneien gibt, die durch den Fruchtsaft beeinflusst werden. "Das große Problem dabei ist, dass auch Medikamente, die bei schweren körperlichen Leiden eingesetzt werden müssen, ihre Wirksamkeit verlieren." Bailey und sein Forscherteam geht nun davon aus, dass auch bei Orangen- und Apfelsaft ähnliche Probleme auftreten könnten.
Bei Orangen ist es das Hesperidin, das eine Aufnahme der Medikamente verhindert. Bei Äpfeln ist der genauere chemische Ablauf und die verantwortliche Substanz noch nicht geklärt. Der Wissenschaftler rät jedenfalls dazu, bis zur weiteren Aufklärung Medikamente mit Wasser einzunehmen.
Quelle: pressetext.austria
Früchte können Arzneiwirkung stören
Fruchtsäfte sind nicht immer eine gute Wahl, wenn man Arzneien schlucken muss. Darauf wiesen US-Forscher jetzt erneut hin. Ein schon länger bekanntes Beispiel sei etwa Grapefruit-Saft, dessen Inhaltsstoffe einige Medikamente wirkungslos machen können. Auch bei Orangen und Äpfeln könnte das Problem auftreten, meint der kanadische Pharmakologe David Bailey von der University of Western Ontario. Der Grund für das Versagen der Medikamente liegt in einem Inhaltsstoff der Früchte, der Stoffwechselvorgänge in der Leber hemmt.Bekannt war, dass Grapefruits auf Blutdruckmedikamente störend wirken. Bailey hatte Untersuchungen dazu bereits vor 20 Jahren gemacht. Nun hat der Forscher allerdings einen neuen Mechanismus entdeckt, der noch weitere Details zu Tage brachte: der Saft der Grapefruits reduzierte auch die Wirksamkeit des Allergiemedikaments Fexofenadin.
Nur die Hälfte seines Wirkstoffs gelangte nach einer Einnahme mit einem Glas Fruchtsaft ins Blut. Die Forscher glauben, dass ein Stoff namens Naringin, der den Früchten den bitteren Geschmack verleiht, den Transportmechanismus vom Dünndarm ins Blut blockiert. Auch bei folgenden Mitteln führte der Fruchtsaft zu Problemen: Das Krebsmittel Etoposid, verschiedene Betablocker zur Blutdrucksenkung, das Mittel Cyclosporin, das die körpereigene Abwehr zum Beispiel nach Organübertragungen zeitweise unterdrücken soll sowie einige Antibiotika.
"Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs", meint Bailey, der davon ausgeht, dass es noch mehr Arzneien gibt, die durch den Fruchtsaft beeinflusst werden. "Das große Problem dabei ist, dass auch Medikamente, die bei schweren körperlichen Leiden eingesetzt werden müssen, ihre Wirksamkeit verlieren." Bailey und sein Forscherteam geht nun davon aus, dass auch bei Orangen- und Apfelsaft ähnliche Probleme auftreten könnten.
Bei Orangen ist es das Hesperidin, das eine Aufnahme der Medikamente verhindert. Bei Äpfeln ist der genauere chemische Ablauf und die verantwortliche Substanz noch nicht geklärt. Der Wissenschaftler rät jedenfalls dazu, bis zur weiteren Aufklärung Medikamente mit Wasser einzunehmen.
Quelle: pressetext.austria
Fruchtsaftwirkungen Arzneimittelhemmung Fruchtinhaltsstoffe Medikamenteneinnahme mit Fruchtsaft