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In den letzten fünf Jahren hat sich der Import von Garnelen nach Deutschland verdoppelt. Diese starke Nachfrage wird vor allem von der Intensivproduktion in Vietnam und Thailand bedient. Doch der gestiegene kulinarische Genuss bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt: Die empfindlichen Ökosysteme der Mangrovenwälder an den Küsten des indischen Ozeans werden zerstört. Ein Viertel der Gebiete ging in den letzten 20 Jahren durch menschlichen Einfluss verloren. Garnelenfarmen sind in asiatischen Ländern wie Pilze aus dem Boden geschossen.Um Zuchtbecken anzulegen, werden Mangrovenbäume abgeholzt. Die in Monokulturen gehaltenen Garnelen-Setzlinge sind extrem krankheitsanfällig, deshalb geben Farm-Betreiber Antibiotika ins Wasser und behandeln es auch mit anderen Medikamenten. Nach drei bis zehn Jahren seien die Shrimps-Teiche so stark mit Chemikalien verseucht, dass sie nicht weiter zu bewirtschaften seien. Für Boden und Grundwasser gebe es keine Rettung mehr - die Betriebe seien gezwungen, an einen neuen Standort zu ziehen. Hinterlassen wird salzverseuchtes Ödland, auf dem eine Wiederaufforstung nur schwer möglich ist. Da Mangrovenwurzeln sicherer Lebensraum für Fische, Muscheln und Krabben sind und ihren Larven und Jungtieren beste Bedingungen bieten, droht die Kinderstube der Ozeane verloren zu gehen. Für die regionale Küstenfischerei hat die Verödung deshalb schlimme Folgen: Ihre Erträge gehen drastisch zurück." Nun will man zunächst einmal einen Bestand gesunder Elterntiere der Black Tiger in Deutschland aufbauen, die verwertbare Setzlinge produzieren. Um die Art überhaupt zu erhalten, sei es notwendig, das weit vom Ursprungsland entfernt zu tun. Neben Korallenriffen und den tropischen Regenwäldern zählen Mangrovenwälder zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Sie bestehen aus Bäumen und Sträuchern 70 verschiedener Pflanzenarten, die sich an tropischen und subtropischen Meeresküsten und brackigen Flussmündungen ansiedeln, wo sie dem Wasser täglich bis zum Kronenansatz ausgesetzt sind. An diese Lebensbedingungen haben sie sich gut angepasst: Mangroven sind gigantische Filteranlagen. Sie nehmen überschüssige Nährstoffe auf und entlasten Küstengewässer, indem sie Salz in ihre Zellen einlagern. Einige können wie Kakteen Wasser speichern, um die hohe Salzkonzentration zu verdünnen. In den Baumkronen der Mangroven leben Reptilien und Säugetiere. Wasservögel haben dort ihre Nester. Die Wurzeln bieten Fischen, Muscheln und Krabben einen sicheren Lebensraum und ihren Larven und Jungtieren beste Bedingungen. Deshalb werden Mangroven auch als Kinderstube der Ozeane bezeichnet. Auch für Menschen sind sie lebensnotwendig: Sie bieten Schutz gegen Küstenerosion, Flutwellen und Tsunamis. Die nachhaltige deutsche Garnelen-Produktion schützt tropische Mangrovenwälder
Quelle: Franz-Georg Elpers DBU
Garnelen aus Deutschland
Black Tiger Prawnszucht in DeutschlandIn den letzten fünf Jahren hat sich der Import von Garnelen nach Deutschland verdoppelt. Diese starke Nachfrage wird vor allem von der Intensivproduktion in Vietnam und Thailand bedient. Doch der gestiegene kulinarische Genuss bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt: Die empfindlichen Ökosysteme der Mangrovenwälder an den Küsten des indischen Ozeans werden zerstört. Ein Viertel der Gebiete ging in den letzten 20 Jahren durch menschlichen Einfluss verloren. Garnelenfarmen sind in asiatischen Ländern wie Pilze aus dem Boden geschossen.Um Zuchtbecken anzulegen, werden Mangrovenbäume abgeholzt. Die in Monokulturen gehaltenen Garnelen-Setzlinge sind extrem krankheitsanfällig, deshalb geben Farm-Betreiber Antibiotika ins Wasser und behandeln es auch mit anderen Medikamenten. Nach drei bis zehn Jahren seien die Shrimps-Teiche so stark mit Chemikalien verseucht, dass sie nicht weiter zu bewirtschaften seien. Für Boden und Grundwasser gebe es keine Rettung mehr - die Betriebe seien gezwungen, an einen neuen Standort zu ziehen. Hinterlassen wird salzverseuchtes Ödland, auf dem eine Wiederaufforstung nur schwer möglich ist. Da Mangrovenwurzeln sicherer Lebensraum für Fische, Muscheln und Krabben sind und ihren Larven und Jungtieren beste Bedingungen bieten, droht die Kinderstube der Ozeane verloren zu gehen. Für die regionale Küstenfischerei hat die Verödung deshalb schlimme Folgen: Ihre Erträge gehen drastisch zurück." Nun will man zunächst einmal einen Bestand gesunder Elterntiere der Black Tiger in Deutschland aufbauen, die verwertbare Setzlinge produzieren. Um die Art überhaupt zu erhalten, sei es notwendig, das weit vom Ursprungsland entfernt zu tun. Neben Korallenriffen und den tropischen Regenwäldern zählen Mangrovenwälder zu den produktivsten Ökosystemen der Erde. Sie bestehen aus Bäumen und Sträuchern 70 verschiedener Pflanzenarten, die sich an tropischen und subtropischen Meeresküsten und brackigen Flussmündungen ansiedeln, wo sie dem Wasser täglich bis zum Kronenansatz ausgesetzt sind. An diese Lebensbedingungen haben sie sich gut angepasst: Mangroven sind gigantische Filteranlagen. Sie nehmen überschüssige Nährstoffe auf und entlasten Küstengewässer, indem sie Salz in ihre Zellen einlagern. Einige können wie Kakteen Wasser speichern, um die hohe Salzkonzentration zu verdünnen. In den Baumkronen der Mangroven leben Reptilien und Säugetiere. Wasservögel haben dort ihre Nester. Die Wurzeln bieten Fischen, Muscheln und Krabben einen sicheren Lebensraum und ihren Larven und Jungtieren beste Bedingungen. Deshalb werden Mangroven auch als Kinderstube der Ozeane bezeichnet. Auch für Menschen sind sie lebensnotwendig: Sie bieten Schutz gegen Küstenerosion, Flutwellen und Tsunamis. Die nachhaltige deutsche Garnelen-Produktion schützt tropische Mangrovenwälder
Quelle: Franz-Georg Elpers DBU