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Bei vielen Unternehmen erfolgen Planung und Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung (über externe Partner zum Beispiel Krankenkassen oder innerbetrieblich über die arbeitsmedizinischen Dienste. Der Fokus liegt dabei überwiegend auf Krankheitsvermeidung oder Unfallverhütung. Ein Managementansatz, der die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Zielgröße definiert, wird selten realisiert. Oft sehen die Unternehmen erst einen Anlass zum Handeln, wenn die Krankenfehlstände eine kritische Grenze überschreiten. Auch als messbare Größe für den Erfolg der Maßnahmen liegen bisher meist nur die erfassten Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitarbeiter vor.
Die Stuttgarter Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Sport- und Gesundheitswissenschaften konzipieren gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen und entwickeln zusätzliche Kennzahlen, mit denen sich messen lässt, ob diese dazu führen, dass Mitarbeiter in Unternehmen ihr Gesundheitsverhalten dauerhaft ändern und so ihre Gesundheit verbessern. Dazu zählt beispielsweise, ob sie sich auch in ihrer Freizeit ausreichend bewegen, ausgewogen ernähren, Entspannungstechniken erlernen oder im Alltag die Treppe nehmen statt den Aufzug zu benutzen.
Dazu befragen die Forscher Mitarbeiter von am Projekt beteiligten Firmen und statten sie beispielsweise mit Schrittzählern aus, um so etwas über das Ausmaß der täglichen körperlichen Aktivität zu erfahren. Die Wissenschaftler interessieren sich auch für die Meinung der Mitarbeiter über gesundes Verhalten. Denn nur wer selbst davon überzeugt ist, dass ihm das veränderte Verhalten etwas bringt, wird es langfristig praktizieren.
Mit den vom Forschungsprojekt entwickelten Methoden soll es für die Unternehmen in Zukunft möglich sein, Gesundheitsmaßnahmen gezielt zu steuern und deren Wirkung mit dem Verfahren der Balanced Score Card, einem klassischen Werkzeug des betrieblichen Managements, messbar zu machen.
Die Forscher des Lehrstuhls für Sport- und Gesundheitswissenschaften haben langjährige Erfahrungen in der Konzipierung und Evaluation im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Unter anderem entwickelten sie mit der Betriebsmedizin der Porsche AG das Projekt Prevention First, das dann bei den Firmen Porsche, Behr und Dürr umgesetzt wurde.
Ursula Zitzler | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Gesunde Mitarbeiter – gesunde Zahlen
Eine betriebliche Gesundheitsförderung gewinnt immer mehr an Bedeutung, um das "Humankapital" eines Unternehmens zu sichern. Trotzdem nutzen erst wenige Unternehmen diese Möglichkeit systematisch.Bei vielen Unternehmen erfolgen Planung und Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsförderung (über externe Partner zum Beispiel Krankenkassen oder innerbetrieblich über die arbeitsmedizinischen Dienste. Der Fokus liegt dabei überwiegend auf Krankheitsvermeidung oder Unfallverhütung. Ein Managementansatz, der die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Zielgröße definiert, wird selten realisiert. Oft sehen die Unternehmen erst einen Anlass zum Handeln, wenn die Krankenfehlstände eine kritische Grenze überschreiten. Auch als messbare Größe für den Erfolg der Maßnahmen liegen bisher meist nur die erfassten Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitarbeiter vor.
Die Stuttgarter Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Sport- und Gesundheitswissenschaften konzipieren gemeinsam mit Unternehmen Maßnahmen und entwickeln zusätzliche Kennzahlen, mit denen sich messen lässt, ob diese dazu führen, dass Mitarbeiter in Unternehmen ihr Gesundheitsverhalten dauerhaft ändern und so ihre Gesundheit verbessern. Dazu zählt beispielsweise, ob sie sich auch in ihrer Freizeit ausreichend bewegen, ausgewogen ernähren, Entspannungstechniken erlernen oder im Alltag die Treppe nehmen statt den Aufzug zu benutzen.
Dazu befragen die Forscher Mitarbeiter von am Projekt beteiligten Firmen und statten sie beispielsweise mit Schrittzählern aus, um so etwas über das Ausmaß der täglichen körperlichen Aktivität zu erfahren. Die Wissenschaftler interessieren sich auch für die Meinung der Mitarbeiter über gesundes Verhalten. Denn nur wer selbst davon überzeugt ist, dass ihm das veränderte Verhalten etwas bringt, wird es langfristig praktizieren.
Mit den vom Forschungsprojekt entwickelten Methoden soll es für die Unternehmen in Zukunft möglich sein, Gesundheitsmaßnahmen gezielt zu steuern und deren Wirkung mit dem Verfahren der Balanced Score Card, einem klassischen Werkzeug des betrieblichen Managements, messbar zu machen.
Die Forscher des Lehrstuhls für Sport- und Gesundheitswissenschaften haben langjährige Erfahrungen in der Konzipierung und Evaluation im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Unter anderem entwickelten sie mit der Betriebsmedizin der Porsche AG das Projekt Prevention First, das dann bei den Firmen Porsche, Behr und Dürr umgesetzt wurde.
Ursula Zitzler | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Gesundheitsförderung Firmen Forschung Prävention