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Ohne Mythen: Haarausfall Therapien

Wenn einem Menschen die Kopfhaare ausfallen, ist das meist eine erhebliche Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes. Mitunter fühlen sich die Betroffenen dadurch stark beeinträchtigt. „Es kann aber neben der ästhetischen Symptomatik auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken.

Eine sorgfältige Analyse durch den spezialisierten Facharzt ist deshalb angeraten, denn es gibt unterschiedliche Ursachen. Bei fast jedem Patienten wird nach der Anamnese und der klinischen Untersuchung eine Haarwurzelanalyse durchgeführt .Dazu müssen etwa 20-40 Haare aus der Kopfhaut gezogen werden. Unter dem Mikroskop kann man an der Form der Haarwurzel erkennen, ob das Haar gerade im Wachstumsstadium oder im Ruhestadium ist. Je mehr Haare im Ruhestadium, desto stärker der aktuelle Haarausfall. Eine relativ neue Methode ist die Trichoskopie. Dabei begutachtet der Arzt die Kopfhaut mittels einer speziellen Lupe, einem Dermatoskop. Hiermit kann viel besser als mit dem bloßen Auge unterschieden werden,
  • ob eine Vernarbung vorliegt oder noch „leere“ Haarfollikel vorhanden sind
  • ob die Haare stoppelig abgebrochen
  • ob Stoppeln und weißliche Schuppen wie bei der Pilzinfektion vorliegen.


Behandlungsmöglichkeiten und Haarsprechstunden:
Die Haarsprechstunde an der Hautklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München findet täglich vormittags von Montag bis Freitag statt. Anmeldung für Kassen- und Privatpatienten ohne Terminvereinbarung von 8:00 bis 10:30 vor Ort. Auskünfte unter der Website http://derma.klinikum.uni-muenchen.de.

Die Haarambulanz der Klinik Ludwig-Maximilians-Universität in München ist das einzige deutsche Studienzentrum bei den internationalen Studien mit Finasterid zur Behandlung der androgenetischen Alopezie des Mannes“, schildert Prof. Wolff. Durch eine spezielle Kameravorrichtung ist es möglich bei allen Patienten Verlaufsdokumentationen des Haarstatus vorzunehmen, um auf geringe Veränderungen der Haardichte durch eine geeignete Therapieanpassung reagieren zu können. „In der Regel wird zunächst nach 3 Monaten, später alle 6 und schließlich alle 12 Monate kontrolliert, ob die eingeschlagene Therapie erfolgreich ist“, sagt Prof. Wolff.
Quelle : Tatjana Catsch | Quelle: Universität München Weitere Informationen: www.uni-muenchen.de

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05.09.2008