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Hilfe für schwerhörige Kleinkinder

Gute Nachricht für die Eltern von schwerhörigen Kindern: Ein neues Hörsystem von Siemens passt sich an die akustischen Anforderungen eines heranwachsenden Menschen an und kann so theoretisch von Geburt an getragen werden.

Mit einer speziellen Software lässt es sich an das wechselnde Alter und die Hörbedürfnisse des Trägers anpassen – egal ob für den Schulunterricht oder für den ungestörten Musikgenuss.

Die Versorgung schwerhöriger Kleinkinder mit Hörsystemen zählt zu den schwierigsten audiologischen Aufgaben überhaupt. Sie können sich nur schwer mitteilen. Außerdem ist das Klangempfinden eines Kindes, das von Geburt an schwerhörig ist anders, als bei Erwachsenen, die erst später schwerhörig geworden sind. Erwachsene nehmen vor allem hohe Frequenzen nicht mehr wahr. Schwerhörige Kinder dagegen benötigen das volle Klangspektrum, um erst „hören zu lernen“.

Das neue Hörsystem bietet zahlreiche Funktionen, wie eine sprachsensible Störgeräuschunterdrückung oder eine akustische Situationserkennung, so dass sich das Gerät den stets wechselnden Hörsituationen des Kindes anpassen lässt und „mitwachsen“ kann. Es wurde ein spezieller Arbeitsablauf für die Kinderanpassung integriert, mit dem die besonderen Gegebenheiten jeder Altersstufe automatisch berücksichtigt und voreingestellt werden. So muss der Hörgeräteakustiker das Hörgerät nur am Computer anschließen und das Alter des Trägers sowie den Hörverlust und die gewünschten Funktionen eingeben.

Die Software stellt sich automatisch ein – beispielsweise auf die Aktivierung einer Mikrofon-Richtwirkung oder den direkten Audioeingangs zur Nutzung drahtloser Übertragungsanlagen, die in Kindergarten oder Schule genutzt werden. Sie übertragen gezielt die Worte des Lehrers und helfen, Umgebungsgeräusche zu unterdrücken.

Das Gerät ist zudem Kind gerecht gestaltet: Das Gehäuse ist extrem robust und schmutzabweisend. Spezielle Sicherungsverschlüsse sorgen dafür, dass weder Batteriefach noch Tragehaken versehentlich gelöst und verschluckt werden können.

Quelle: Siemens Innovation News

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17.09.2008