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Hoffnung auf Linderung für MS-Patienten

Ein zehntausendfach erprobtes Medikament, das standardmäßig gegen Schuppenflechte eingesetzt wird, ist auch wirksam bei Multipler Sklerose (MS). Das ergab eine Studie an 257 MS-Patienten. Der Wirkstoff Fumarsäure beeinflusst das Immunsystem so, dass bei MS-Patienten über 70 Prozent weniger neue Entzündungsherde im Gehirn und etwa ein Drittel weniger Schübe auftraten. Hautärzte gaben den entscheidenden Tipp für diese Entdeckung.

Die Fumarsäure ist bis heute die meist verwendete Therapie bei schwerer Schuppenflechte in Deutschland. Die Schuppenflechte ist wie die Multiple Sklerose eine Autoimmunkrankheit, bei der sich die Abwehr gegen körpereigene Zellen richtet. Bei MS wird so die „Isolierschicht“ der Nervenzellen zerstört. Die Fumarsäure beeinflusst das Immunsystem bei Schuppenflechte positiv, wie sich nun zeigte.

Neueste Ergebnisse sprechen dafür, dass Fumarsäure auf eine bisher nicht bekannte Wiese Nervenzellen schützt. Die Neurologen hoffen, dass die nun beginnenden Therapiestudien sowie die experimentellen Daten die Therapie bei MS weiter verbessern werden.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

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06.11.2008