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Naturzerstörung kostet mehr als Wirtschaftskrise

Der Verlust biologischer Vielfalt durch das Roden der Wälder stellt sogar die derzeitige Wirtschaftskrise in den Schatten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von der EU-Kommission in Auftrag gegeben wurde. Allein der Waldverlust schlägt sich demnach mit jährlich zwei bis fünf Billionen Dollar zu Buche. Mit berechnet sind unter anderem auch Kosten durch den Ausfall der Bäume als CO2-Speicher sowie vermehrte Kosten für die Bereitstellung von Trinkwasser.

Die TEEB-Studie (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) des Umweltökonomen und Managers der Deutschen Bank in Indien, Pavan Sukhdev soll die verantwortlichen Politiker bewegen, mehr gegen den andauernden Raubbau zu tun. „Die Umweltzerstörung ist nicht nur größer als die Weltwirtschaftskrise, sie geschieht - und das ist viel schlimmer – permanent“, so Sukhdev. Sukhdevs Studie, die beim G8-Treffen 2007 in Auftrag gegeben wurde, errechnet den Artenverlust erstmals in Preisen.

Viele Leistungen der Ökosysteme, die bisher gratis waren, rücken damit ins Blickfeld. Das reicht von Nahrungsmitteln bis hin zu Trinkwasser. „Wenn man zur Trinkwasserversorgung dann Reservoirs errichten muss, werden auch diese Kosten mit berechnet“, führt der Experte aus. Nach dem TEEB-Bericht fallen relativ hohe Kosten gerade auf die ärmsten Menschen der Erde zurück. Der Grund dafür liege darin, dass sie mehr von intakten Wäldern abhängig sind, als der Rest der Welt.

Der größte Kostenbeitrag für die industrialisierte Welt käme in Folge der fehlenden CO2-Absorption zustande. Sehr schwierig mit zu berechnen sind Verluste, die durch das Aussterben einzelner Tiere oder Pflanzen entstehen.

Quelle: ec.europa.eu

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03.11.2008