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Sie treten meist nachts kurz nach der Einschlafphase auf. Vor dem eigentlichen Ereignis kommt es häufig zu einer Missempfindung im Bereich der Mundhöhle, der Zunge und des Gesichtes. In seltenen Fällen können solche Missempfindungen sogar das einzige Symptom dieser Epilepsieform sein. Zumeist werden die Kinder allerdings aufgrund von Zuckungen im Bereich der Kaumuskulatur und einer Gesichtshälfte geweckt.
"Die Anfälle dauern zumeist nur etwa ein bis zwei Minuten. Die Sprachstörung kann danach jedoch noch einige Minuten anhalten. Das Bewusstsein ist während des gesamten Anfallverlaufes nicht eingetrübt", so der Essener Kinderneurologe. "Eltern, die noch nie von der Rolando-Epilepsie gehört haben, verkennen das typische Anfallsbild häufig."
Die Rolando-Epilepsie ist eine gutartige Erkrankung, die keine neurologischen Schäden hinterlässt. Die meisten Kinder haben nur wenige Anfälle, die vereinzelt über Monate oder Jahre auftreten. Spätestens in der Pubertät werden die Kinder beschwerdefrei und auch die typischen EEG-Veränderungen verschwinden. Bis dahin sollte die Behandlung von einem Kinderneurologen gesteuert werden.
Die Eltern von betroffenen Kindern sollten immer darauf achten, dass ihr Kind ausreichend Schlaf bekommt, denn es ist bekannt, das Schlafentzug ein Anfallsauslöser sein kann. Und noch eins ist wichtig zu wissen: "In seltenen Fällen kann sich aus einem typischen Anfall der Rolando-Epilepsie ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall entwickeln - mit Bewusstlosigkeit und einer Anspannung und Versteifung der gesamten Körpermuskulatur", erläutert Dr. Finetti. "Wir wollen die Eltern nicht beunruhigen, sie aber auf diese Möglichkeit vorbereiten. Aus diesem Grund geben wir ihnen auch Notfallmedikamente mit und klären sie darüber auf, unter welchen Umständen sie diese verabreichen sollen."
Quelle: EKE
Rolando Epilepsie bei Kinder
Die Rolando-Epilepsie ist eine der häufigsten Epilepsieformen bei Kindern. "Die Rolando-Epilepsie (…) macht etwa zehn bis 15 Prozent aller Epilepsien des Kindesalters aus", erläutert Dr. Claudio Finetti, Kinderneurologe und Oberarzt im Essener SPZ.Sie treten meist nachts kurz nach der Einschlafphase auf. Vor dem eigentlichen Ereignis kommt es häufig zu einer Missempfindung im Bereich der Mundhöhle, der Zunge und des Gesichtes. In seltenen Fällen können solche Missempfindungen sogar das einzige Symptom dieser Epilepsieform sein. Zumeist werden die Kinder allerdings aufgrund von Zuckungen im Bereich der Kaumuskulatur und einer Gesichtshälfte geweckt.
"Die Anfälle dauern zumeist nur etwa ein bis zwei Minuten. Die Sprachstörung kann danach jedoch noch einige Minuten anhalten. Das Bewusstsein ist während des gesamten Anfallverlaufes nicht eingetrübt", so der Essener Kinderneurologe. "Eltern, die noch nie von der Rolando-Epilepsie gehört haben, verkennen das typische Anfallsbild häufig."
Die Rolando-Epilepsie ist eine gutartige Erkrankung, die keine neurologischen Schäden hinterlässt. Die meisten Kinder haben nur wenige Anfälle, die vereinzelt über Monate oder Jahre auftreten. Spätestens in der Pubertät werden die Kinder beschwerdefrei und auch die typischen EEG-Veränderungen verschwinden. Bis dahin sollte die Behandlung von einem Kinderneurologen gesteuert werden.
Die Eltern von betroffenen Kindern sollten immer darauf achten, dass ihr Kind ausreichend Schlaf bekommt, denn es ist bekannt, das Schlafentzug ein Anfallsauslöser sein kann. Und noch eins ist wichtig zu wissen: "In seltenen Fällen kann sich aus einem typischen Anfall der Rolando-Epilepsie ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall entwickeln - mit Bewusstlosigkeit und einer Anspannung und Versteifung der gesamten Körpermuskulatur", erläutert Dr. Finetti. "Wir wollen die Eltern nicht beunruhigen, sie aber auf diese Möglichkeit vorbereiten. Aus diesem Grund geben wir ihnen auch Notfallmedikamente mit und klären sie darüber auf, unter welchen Umständen sie diese verabreichen sollen."
Quelle: EKE
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