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Rückkehr der Vogelgrippe festgestellt

Neun Monate nach der letzten Ausbruchsserie sind in Deutschland erneut Vogelgrippeviren des Typs H5N1-Asia entdeckt worden.

Als kleine Katastrophe stellt sich dieser Ausbruch nicht nur für den betroffenen Geflügelhof, sondern ebenfalls für die exportorientierte Geflügelindustrie dar. Fälle von Vogelgrippe haben internationale Handelsbeschränkungen zur Folge, die eine weitere Ausbreitung der Viren verhindern sollen. Süd-Korea erklärte bereits, jeden Geflügelimport aus Deutschland zu stoppen. Das erklärt nach Meinung eines Wissenschaftsforums für Vogelgrippe (WAI) die Eile der Behörden bei der Beseitigung der infizierten Vögel. Je früher der "Ausbruch" amtlich für beendet erklärt werde, desto eher laufe das Exportgeschäft wieder an. Experten halten es darum nicht für Zufall, dass die Vogelgrippe erneut Deutschland getroffen hat. Seit langem ist bekannt, dass H5N1-Viren in Geflügelbeständen unauffällig wochenlang zirkulieren können, ohne dass es zum Ausbruch der Seuche kommt. So wurden in Bayern im August 2007 Vogelgrippeviren in Wochen alten Proben geschlachteter Enten entdeckt.

Die UN-Organisation für Welternährung FAO warnte mit Hinweis auf diesen Fall ausdrücklich vor der Gefahr durch unerkannt infizierte Hausenten. Das WAI beklagt, dass in Deutschland bis heute keine Lehren daraus gezogen wurden. Statt die bekannten Lücken in der Überwachung des Geflügelhandels zu schließen, greift man auf das bewährte Alibi zurück: "Viren verbreitende Wildvögel" sollen stattdessen wieder einmal zugeschlagen haben. Fachleute wissen seit langem, dass diese Hypothese falsch ist. Jahrelange, systematische Untersuchungen von Abertausenden Wildvögeln haben gezeigt, dass es keine Zirkulation der Viren unter Wildvögeln gibt.

Quelle: Wissenschaftsforum Aviäre Influenza

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26.10.2008