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Auch wenn viele Beschäftigte das subjektiv anders empfinden: An dauerhafte Schichtarbeit gewöhnt sich der menschliche Körper nicht. Diese Arbeitsweise macht die Nacht zum Tag. Beim tagaktive Menschen ist jedoch der gesamte Organismus nachts auf Schlafen einstellt. Die möglichen Folgen: Magen und Darm rebellieren, Kopfschmerzen sowie Leistungsminderungen treten auf, gelegentlich sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Schätzungsweise 35 bis 55 Prozent der ständigen Nachtarbeiter leiden zudem unter Schlafstörungen", erklärt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland. "Hinzu kommt, dass der Schlafzyklus durchschnittlich zwei bis vier Stunden kürzer ist als der von Tagarbeitern." Das alles kann zu einem chronischen Schlafdefizit führen und Probleme am Arbeitsplatz verursachen. Denn durch die permanente Müdigkeit wird die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt.
Auch die Pflege der sozialen Kontakte ist für Menschen, die nachts arbeiten deutlich erschwert. Hobbys, Treffen mit Freunden oder kulturelle Aktivitäten wie Kino-, oder Konzertbesuche sind stark eingeschränkt. Manchmal soweit, dass eine soziale Isolation droht. Außerdem leidet meist das Familienleben, da tagsüber nur wenig Zeit für den Partner oder die Kinder bleibt.
In vielen Gesundheits- und Sozialberufen, aber auch in der Gastronomie ist der Schichtdienst unvermeidbar. "Betroffene können aber einiges für den Erhalt ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit tun", weiß Dr. Ulrike Roth. Das ist vor allem eine vorbeugende, gesunde Lebensführung. Viel Bewegung an der frischen Luft unterstützt den Tag-Nacht-Rhythmus und baut Stress ab. Ratsam ist eine leichte und fettarme Kost während des Nachtdienstes. Persönliche Einschlafrituale fördern den Schlaf. Außerdem hilfreich: Ein ruhiger, kühler und gut gelüfteter Raum zum Schlafen, der sich gut abdunkeln lässt sowie Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder Tai Chi.
Quelle: TÜV Rheinland
Schichtdienst bringt die innere Uhr durcheinander
Die Zahl der Menschen, die nachts arbeiten müssen steigt ständig. Welche Folgen hat das für ihre Gesundheit? Und wie können sie möglichen Problemen entgegenwirken?Auch wenn viele Beschäftigte das subjektiv anders empfinden: An dauerhafte Schichtarbeit gewöhnt sich der menschliche Körper nicht. Diese Arbeitsweise macht die Nacht zum Tag. Beim tagaktive Menschen ist jedoch der gesamte Organismus nachts auf Schlafen einstellt. Die möglichen Folgen: Magen und Darm rebellieren, Kopfschmerzen sowie Leistungsminderungen treten auf, gelegentlich sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Schätzungsweise 35 bis 55 Prozent der ständigen Nachtarbeiter leiden zudem unter Schlafstörungen", erklärt Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland. "Hinzu kommt, dass der Schlafzyklus durchschnittlich zwei bis vier Stunden kürzer ist als der von Tagarbeitern." Das alles kann zu einem chronischen Schlafdefizit führen und Probleme am Arbeitsplatz verursachen. Denn durch die permanente Müdigkeit wird die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt.
Auch die Pflege der sozialen Kontakte ist für Menschen, die nachts arbeiten deutlich erschwert. Hobbys, Treffen mit Freunden oder kulturelle Aktivitäten wie Kino-, oder Konzertbesuche sind stark eingeschränkt. Manchmal soweit, dass eine soziale Isolation droht. Außerdem leidet meist das Familienleben, da tagsüber nur wenig Zeit für den Partner oder die Kinder bleibt.
In vielen Gesundheits- und Sozialberufen, aber auch in der Gastronomie ist der Schichtdienst unvermeidbar. "Betroffene können aber einiges für den Erhalt ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit tun", weiß Dr. Ulrike Roth. Das ist vor allem eine vorbeugende, gesunde Lebensführung. Viel Bewegung an der frischen Luft unterstützt den Tag-Nacht-Rhythmus und baut Stress ab. Ratsam ist eine leichte und fettarme Kost während des Nachtdienstes. Persönliche Einschlafrituale fördern den Schlaf. Außerdem hilfreich: Ein ruhiger, kühler und gut gelüfteter Raum zum Schlafen, der sich gut abdunkeln lässt sowie Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder Tai Chi.
Quelle: TÜV Rheinland
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