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Slow Food Pate für regionale Genießermärkte

Die herbstlichen Wochenenden des Jahres 2008 stehen wieder im Zeichen regionaler Genießermärkte, bei denen Slow Food zum Teil von Anfang an Pate gestanden hat und nun mit anderen Partnern den Erfolgskurs fortsetzt.

In Ostheim vor der Rhön im äußersten Norden Frankens und damit Bayerns steht am 11. und 12. Oktober der vierte Rhöner Wurstmarkt im Zeichen des Mottos "Entdecken - Schmecken - Genießen". Was einmal mit der Rettung eines lokalen Produkts, des "Ostheimer Leberkäs" begann, hat sich mittlerweile zu einem richtigen kulinarischen Schaufenster des Biosphärenreservates Rhön entwickelt. Im Dreiländereck Bayern-Hessen-Thüringen zeigen die Genusshandwerker, was sie können und stärken damit regionales Bewusstsein und regionale Kompetenz. Der Erfolg der Ostheimer, die auch mit der "Bionade" Weltruhm erlangt haben, hat sich mittlerweile so weit herumgesprochen, dass dieses Mal Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer sein Kommen zugesagt er. Er ist auch Schirmherr der Veranstaltung. 2006 kamen zu der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung 25.000 Menschen.

Ebenfalls zum vierten Male findet in der malerischen Altstadt von Melsungen mit seinem weltberühmten Fachwerk-Rathaus "Nordhessen geschmackvoll" statt, mittlerweile ein zentrales Ereignis in Nordhessen. 70 Aussteller aus der Region bieten ihre Produkte an. Auch in Melsungen achtet Slow Food darauf, dass es sich wirklich um handwerkliche Lebensmittelprodukte handelt und nicht um verkappte Industrieware. Das Melsunger Spezialitätenfestival findet ganztägig am 12. Oktober statt. Bis zu 20.000 Besucher werden erwartet.

Das Teltower Rübchenfest findet zwar schon zum neunten Male statt, doch dieses Mal kommt ein neuer Akzent hinzu, seit Carlo Petrini, der Gründer und Präsident von Slow Food, das echte Teltower Rübchen am Rande der Berlinale 2008 in die internationale "Arche des Geschmacks" der bedrohten Genüsse aufgenommen hat.

Bei dieser Gelegenheit wird auch Slow Food Weimar zum Unterstützerkreis hinzu treten. Grund: Das Rübchen aus Teltow war die Lieblingsspeise von Johann Wolfgang Goethe. Er ließ sie kistenweise nach Weimar bringen. Dabei sein wird deshalb Alexander Mayrhofer, der Gastronomie-Chef des "Weißen Schwan", der Stammkneipe von Goethe direkt neben seinem Wohnhaus am Frauenplan. Mayrhofer wird feierlich eine Kiste der neuen Ernte entgegen nehmen und künftig den Gästen in Weimar anbieten.

Auf www.slowfood.de gibt es eine Übersicht über die Veranstaltungen.

Quelle: Slow Food e.V.

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30.09.2008