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Untersuchung seltener Infektionskrankheiten

Seltene Krankheiten sind bisher ein Stiefkind der Arzneimittelforschung. Der Aufwand an Entwicklungskosten übersteigt oft die Gewinnerwartungen der Hersteller, weshalb man sich lieber auf ertragsträchtigere Anwendungen konzentriert.

Ein von Bundesforschungs-Ministerium gefördertes Projekt rückt bisher vernachlässigte Infektionskrankheiten jetzt in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Es sollen Marktpotenzial und die Entwicklungskosten für neue Mittel zum Nachweis von Erkrankungen festgestellt werden. Angesichts der Zunahme bisher seltener Infektionskrankheiten in vielen Ländern besteht neuerdings größeres Interesse von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen an Impfstoffen für diese Krankheiten.

Hinzu kommt, dass Mittel zum Nachweis von Erkrankungen heute wesentlich kostengünstiger entwickelt und Impfstoffe durch ein einzelnes Verfahren für ganz Europa gleichzeitig zugelassen werden können.", erklärt Professor Hermann Müller, Direktor des Institutes für Virologie im Zentrum für Infektionsmedizin an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität.

Quelle: Universität Leipzig

Impfstoff  Infektionskrankheit  Impfstoffkandidaten  Entwicklungskosten  Diagnostika  Virologie 

26.11.2008