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Versorgungslücken schließen - Menschen mit Depression und Burn-out telefonisch betreuen

Jeder zehnte Erwachsene leidet allein in Deutschland im Laufe eines Jahres an einer depressiven Störung. Eine unzureichende Versorgung gilt immer noch für ein Großteil der Erkrankten.

Telefongestützte Programme versuchen die bestehenden Schwächen in der Versorgung ausgleichen. Wie eine strukturierte telefonische Betreuung Menschen mit Depression helfen kann, diskutierten Experten am 27. November auf einer Pressekonferenz der AnyCare GmbH in Berlin. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde statt.

"Menschen mit Depression benötigen eine strukturierte Betreuung, die über die Regelversorgung hinausgeht. Case-Management hat sich hier als ein geeignetes Instrument erwiesen", erklärt Dr. Monika Peitz von der AnyCare GmbH. Das Tochterunternehmen der Thieme Verlagsgruppe bietet mit "ProPerspektive" Menschen mit Depression und Burn-out ein telefonbasiertes Betreuungsprogramm an. Psychologische Fachkräfte rufen die Teilnehmer regelmäßig an. Die Gespräche zielen vor allem darauf ab, die Therapietreue der Patienten in Bezug auf Medikamenteneinnahme und andere Behandlungsempfehlungen zu erhöhen. Einen besonderen Vorteil sieht Peitz in der Kontaktaufnahme per Telefon: "So erreichen wir auch jene, die eine Therapie beim Fachspezialisten nicht wahrnehmen können oder wollen - sei es aus Angst vor Stigmatisierung oder weil entsprechende Angebote in Wohnortnähe fehlen."

Quelle: AnyCare GmbH

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15.12.2008