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Vitamin A kann Augen und Leben retten

Zuerst können die Kinder bei Dunkelheit nichts mehr erkennen. Dann trocknet nach und nach die Hornhaut des Auges aus. Am Ende steht dann die völlige Erblindung. Vitamin-A-Mangel ist in Europa nahezu unbekannt. In den so genannten Entwicklungsländern erblinden jährlich bis zu 500.000 Kinder. Viele Fälle wären einfach zu vermeiden, bekämen die Kinder nur ausreichend Vitamin A mit der Nahrung. Aber genau daran fehlt es in vielen Ländern dauerhaft.

Die CBM (Christoffel-Blindenmission), das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit sowie das Hilfswerk der Deutschen Lions wollen das nicht länger hinnehmen. Kinder dürfen nicht erblinden, nur weil ihnen Vitamine fehlen. Vitamin-A-Mangel macht nicht nur blind. Er führt auch zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, Appetitlosigkeit und Wachstumsstörungen. Sechs von zehn Kleinkindern, die ihr Augenlicht verloren haben, sterben innerhalb von zwei Jahren nach der Erblindung, betont CBM-Direktor Martin Georgi.

Dabei ist die Bewahrung vor Blindheit einfach und preisgünstig möglich. Vor allem in Reihenuntersuchungen in Schulen werden immer wieder Kinder mit Vitamin-A-Mangel entdeckt. Neben vitaminreicher Nahrung wie beispielsweise Gemüse und Obst helfen bei akuten Fällen Vitamin-A-Kapseln. Die Kosten für die Verteilung betragen pro Kind und Jahr rund 1 Euro. Die Maßnahmen sind eingebunden in die globale Kampagne VISION 2020. Sie hat zum Ziel, dass bis zum Jahr 2020 weltweit niemand mehr an vermeidbaren oder behandelbaren Ursachen erblinden muss. Die Hilfswerke engagieren sich zudem, um blinden Kindern in der so genannten Dritten Welt den Besuch einer Schule zu ermöglichen, damit sie als Erwachsene ein selbstständiges Leben führen können.

Quelle: woche-des-sehens.de

Blindheit durch Vitaminmangel  Entwicklungsländern  vitaminarme Ernährung  Vitamin-A-Mangel  Anfälligkeit für Infektionen  Wachstumsstörungen  Appetitlosigkeit 

10.11.2008