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Wadenwickel oft besser als „Pharmacocktail“

Bei nasskaltem Wetter und den derzeit schwankenden Temperaturen haben Erkältungserreger Hochsaison. Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen, Mattigkeit und Fieber sind die häufigsten Beschwerden. Statt in überfüllten Wartezimmern zu sitzen, behandeln viele ihre Erkältungen lieber in Eigenregie. Wer dies tut, sollte allerdings gut informiert sein. Falsch angewandte Medikamente, unnütze Wirkstoffe und deren unerwünschte Nebenwirkungen könnten sonst mehr schaden als zu helfen.

Hausmittel wie Wadenwickel bei Fieber oder Kamillen- und Salbeitee bei Halsschmerzen seien seit Jahrhundert bewährt und in ihrer Wirkung einschätzbar, gibt die Verbraucher-Initiative zu bedenken. Auf sanfte Weise werden so die Beschwerden gelindert und der Körper wird bei der Selbstheilung unterstützt. Bei Erkältung kommt die Heilung ohnehin meist nicht von außen. Besonders Viren muss der Körper selbst überwinden. Wichtig ist dabei, sich genug Ruhe zu gönnen. Viel Tee oder Mineralwasser hilft, den Schleim zu lösen. Auszüge aus Kamille, Salbei oder Thymian wirken entzündungshemmend.

Wer Erkältungsbeschwerden mit Medikamenten behandeln will, muss wissen, dass auch die Produkte der Pharma-Industrie nur Symptome lindern. Wer auf Pharmaprodukte dennoch nicht verzichten will, sollte gezielt wirkende Einzelwirkstoffe bevorzugen, etwa Acetylsalicylsäure gegen Fieber und Gliederschmerzen. Die Einnahme von Kombipräparaten, die beispielsweise gleichzeitig gegen Fieber, Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen wirken, ist dagegen zweifelhaft. Einerseits werden Wirkstoffe eingenommen, die keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben. Andererseits können Wechselwirkungen dieses „Pharma-Cocktails“ nicht genau vorhergesagt werden.

Quelle: Verbraucher-Initiative

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31.10.2008